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Tom und ich kommen in der Lobby an und ich sehe haufenweise Menschen.
Gustav und Georg mittendrin.
Und schon wieder hab ich das Gefühl, dass mir das alles zu viel wird.

Tom verschwindet sofort in dem Gedränge und scheint sich richtig wohl zu fühlen zwischen den ganzen Weibern, die ihm nachgeiern und nachwatscheln.
Ich mische mich auch unter das Getümmel aber komme nach wenigen Minuten zu dem Entschluss wieder nach oben auf mein Zimmer zu gehen.
Ich halte die Menschenmasse einfach nicht mehr aus. Ich fühl mich alleine wohler.

Ich fahre im Fahrstuhl wieder zu der Etage, auf dem sich mein Zimmer befindet.
Schließe auf und lass die Tür hinter mir zufallen.
Geschafft setze ich mich aufs Bett.
Wieso kann ich das denn nicht mehr ab? Wieso fühl ich mich zwischen all den Menschen so allein gelassen und verloren?
Ich möchte im Moment einfach nur mit den Menschen in Berührung kommen, die mir nah stehen, die mir wichtig sind.

Tom hat gelogen.
Ich bin nicht stark.
Tom hat gelogen und ich hab´s ihm geglaubt.
Ich bin nicht stark, aber nachdem Tom gesagt hat, dass ich stark bin, hab ich´s geglaubt. Ich hab geglaubt, dass ich stark bin.
Tom hat gelogen. Aber nur, damit ich mich besser fühle.

Schweigend begebe ich mich zum Fenster und weine stumme Tränen.
Sie laufen einfach aus meinen Augen, über meine Wangen und enden auf meinen Lippen, perlen dann von meinem Kinn ab und tropfen auf den Boden.
Wahrscheinlich erkenne nur ich sie, wie sie sich auf dem Boden häufen und einen für mich viel zu großen dunklen Fleck ergeben.
Warum bin ich so zerbrechlich geworden? Warum denn nur?

In mir tobt es. Ich bin sauer auf mich. Wütend, dass ich nicht mehr so viel ab kann wie vor einem Jahr noch.
Ich balle die Hände zu Fäusten und schlage verzweifelt gegen die Wand.
Aber dann breche ich heulend zusammen.
Mein Körper beginnt zu zittern und ich bete, dass mich jemand findet und mir aus diesem schwarzen Loch, in das ich gefallen bin, wieder heraus hilft.
Ich kann kaum noch atmen, sogar dieses Zimmer scheint mich zu erdrücken.
Nach einer halben Stunde habe ich mich beruhigt. Aber mich findet einfach niemand mehr. Ich sitze viel zu tief in diesem Loch.
Und das tut weh.

Mit leeren Gefühlen lege ich mich aufs Bett und schlafe unruhig ein.
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