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Tom krallt sich in mein Shirt und beginnt richtig hemmungslos zu weinen an.
"Ssscht", mache ich und streiche ihm sanft über den Rücken.
Nach einer Weile beruhigt er sich.
"Ha-Hast du das echt nur für mich geschrieben?"
Ich nicke und streichle ihm zärtlich über seine linke Wange.
Seine verheulten Augen glitzern richtig schön.
Dann vergräbt er sein Gesicht wieder in meine Halsbeuge.
Tausend Gedanken rauschen durch meinen Kopf.
Warum ist so etwas Intimes zwischen uns passiert?
Und warum... hat es mir gefallen?
Ehrlich zugegeben: Mir hat das alles gefallen.
Und auch jetzt, wo Tom hier in meinen Armen liegt, gefällt es mir.
...aber warum?
Das ist doch alles mehr als brüderlich... ich mein, auf dieser Ebene haben wir uns nie bewegt...
Plötzlich werden meine Gedanken durch Tom unterbrochen.

"Fandest, also fandest du das echt so schlimm, als ich dich mit dem Mund befriedigt habe?"

Ich reiße die Augen auf. Tom drängt sich fester an mich. Ist wahrscheinlich rot angelaufen.
Aber er hätte die Frage nicht gestellt, wenn es nicht wichtig für ihn war...
Also, muss ich ihm wohl ehrlich antworten.

"Nein. Nein, Tom. Es war schön."

Ich spüre sein Lächeln.
Ihm fällt eine große Last ab.
Also hatte ihn meine Aussage doch ziemlich getroffen.
Aber.. wieso verhält sich Tom denn nur so?
Plötzlich geriet ein Gedanken in mein Gedächtnis, aber diesen verdränge ich schnell wieder.
So etwas konnte nun ganz und gar nicht passiert sein.

Langsam löst sich Tom von mir und sieht mich warm an.
Ich lächle und er tut es mir gleich.

"Morgen kommen die wieder."
"Hmhm... da hast du vollkommen Recht, großer Bruder!"
"Wollen wir was essen?"
"Hm... was denn?"
"Pizza?"
"Wie immer...", seufze ich.
"Wir können auch einkaufen gehen und uns was kochen, was meinst du?"

Sofort fallen mir wieder diese Mädchen ein. In meinem Gedächtnis hallten die Schritte und das Gelächter wider.
Ich beginne zu zittern. Höre diese Stimmen.
Ich will nicht nach draußen, nein, ich will nicht.

Ich spüre starke Arme.
Und ein sanftes Streicheln über meine Haare und meinen Rücken.

"Hey... ich gehe alleine einkaufen, okay? Du bleibst hier... Ich mach das schon. Beruhig dich..."
"Tu-tut mir Leid, Tom."
"Is` schon okay...", beruhigt er mich.

Ich löse mich aus der Umarmung und beuge mich vor und lege meine Lippen auf die meines Zwillings.
Sanft massiere ich nun seine Unterlippe, knabbere ein bisschen an seinem Piercing.

"Dann geh ich jetzt mal, nicht, dass es noch zu spät wird!", meint Tom lächelnd und verlässt das Zimmer und schließlich die Wohnung.
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